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USA III 10.02. - 22.02.2010

(Laurel, Blue Ridge Parkway, Skyline Drive, Columbia, Charleston)

Bany nimmt dem Bus die Schneemeutze ab ...der Brunnen ist 10cm tief... ! Magnolia Plantation alte Sklavenhuette und alte Eiche mit Spanish Moss Waschbaer

Im Moment jagen sich die Extreme gegenseitig. In Brasilien die Hitze, hier die riesige Schneewelle…
und mittendrin wir mit extremer Reiselust ;).

Bus mit Schneemuetze Zunächst hat uns der Schnee eine Nacht in Houston aufhalten lassen (sorry liebe Judith und Sören, aber wir kommen lieber bald in Ruhe zu Euch!), da der Flughafen von Baltimore gesperrt wurde. Am nächsten Tag ist aber alles schon kein Problem mehr. So landen wir, mit 150mph Rückenwind und Sonne im Gepäck in Baltimore und werden überraschend von Renatte abgeholt. Eine Überraschung ist auch das Essen, was schon im Ofen steht und so haben wir wieder einen sehr herzlichen Empfang bei Familie English mit Paul, Autos im Schneemantel Renatte und Elisabeth. Sie haben die letzten Wochen unseren Bus gehütet und zum Glück ein eindrucksvolles Bild vom Schneemantel gemacht, der noch vor kurzem kaum zu glauben war. Jetzt ist alles schon zusammengerutscht und festgefroren. Das gibt ordentlich Arbeit am nächsten Tag, diese Mütze wieder herunter zu holen. Andreas bezwingt auch diese Hürde mal wieder mit Bravour! Wir feiern ein Wiedersehen mit unserem „Days Inn“ in Laurel, wo wir die Sachen umpacken und Waschen, alles soweit fahrbereit machen. Nach fünf Nächten, einer ordentlichen Erkältungsattacke und dem endgültig letzten China-Buffet soll unsere große Fahrt nun wirklich beginnen. Es ist soweit!!!

Unser erstes Etappenziel ist der Beginn des „SkylineDrive“ im Shanondoah Nationalpark in West Virginia. Wir fahren bei grauem Himmel und Schneefall los und nach 2/3 der Strecke platzt ein Kühlerschlauch auf dem Freeway ab und wir bemerken es nur an der ausgefallenen Heizung. Mit einem Blick auf die Temeperaturanzeige rollern wir bis zur nächsten Abfahrt und wollen nachschauen was los ist - Andreas verkündet mit feuchten Augen, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit einen Motorschaden haben (Zylinderkopfdichtung) (ähnlich wie damals in Brasilien, wer sich erinnert). Und das nach ca. 2h großem Abenteuer. Prost Mahlzeit! Zu allem Übel schneit es ununterbrochen und die Kälte  kriecht einen nur so an. Das fängt ja gut an! Einige on the road again Minuten später sieht alles schon wieder besser aus und wir fahren erst einmal weiter und schaffen es bis Front Royal. Hier beginnt unsere Leidenschaft für Walmart-Parkplätze. Man kann auf richtige Toiletten gehen, permanent 24 Stunden einkaufen und wenn man das Gebäude verlässt, bedankt sich immer jemand bei dir für diesen Besuch. Auch familienfreundliche Restaurants (wie „Cracker Pilot und Copilot Barrel“) finden sich in der Nähe, wo Anton „eia“ (Feuer) bewundern und das Spielwarensortiment des angrenzenden Ladens durchstöbern uns auseinander nehmen kann. Nur eine Dusche wäre jetzt noch das I-Tüpfelchen. Am nächsten Morgen stellen wir nach dem Frühstück das nächste Problem fest – kaputte Sicherungen aus unerfindlichem Grund und Totalausfall der gesamten 12V Versorgung. So bleiben wir in diesem netten Örtchen und schließen Bekanntschaft mit Charlie Sackett, einem Mechaniker, der sich als guter Elektriker entpuppt. Stück für Stück werden kleine Probleme behoben, um sich an die Ursache heranzutasten. Schwierig wird es jetzt auf jeden Fall, hierzulande 24V betriebene Teile zu finden. Alle Trucks laufen hier über 12V, wer hätte das gedacht L. Am Ende spendiert Charlie Andreas, der tapfer im Freien herum gewerkelt hatte, ein Bier. Ursache war Kühlwasser, dass in die Steuerung der Standheizung eingedrungen ist und einen Kurzschluss verursacht hat der den 24V-12V Koverter zerschossen hat. Ohne Heizung, und ohne 24V- 12V Konverter geht es mit ein wenig rumgebastel weiter- Wir finden für diesen Tag nur noch heraus, dass der SkylineDrive aufgrund der Wetterbedingungen leider geschlossen ist. So fahren wir am nächsten Tag parallel durch Schnee und Berge der Shanondoah-Region, immer wieder Blue Ridge Mountains „Country Roads“ im Ohr (Danke, Frau Belling, mit 14 wusste ich ja noch nicht, dass es wirklich Sinn hatte, diesen Song zu lernen!) und versuchen unser Glück in RockFishGap, der Auffahrt zum BlueRichParkway. Diese 469 Meilen Straße wurden außergewöhnlicherweise direkt als Touristenstrecke angelegt. Man fährt mit immer wieder tollen Aus- und Anblicken fernab von allem amerikanischen Fastfood und Kommerz. Normalerweise, denn uns hat der Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch hier dürfen wir nicht hoch. Also heißt es wieder parallel fahren und den Empfehlungen der Touri-Info folgen zu Wasserfällen und Aussichtspunkt. Die Strecke ist wieder wunderschön und es ist ein großes Gefühl, so durch die Berge zu fahren und draußen zu sein. Nur der große Blaue muss ganz schön ackern und schnaufen. Wir halten an den Steigungen regelmäßig den kompletten Verkehr auf. Bei dieser juhu - endlich selber kochen Reisegeschwindigkeit brauchen wir für alles etwas länger, doch dafür sehen wir einen Trupp Fasanen und einen fleißigen Waschbären und jede Menge Vögel. Die Attraktionen sind leider allesamt im Schnee versteckt und so verbringen wir Stunden mit Fahren, um am Ende wieder umzudrehen, oder enttäuscht weiter zu fahren. Armer Anton, Du bist so ein braver Beifahrer! Auch am nächsten Tag erreichen wir bei Einbruch der Dunkelheit in 3000Fuß Höhe bei -4°C einen vermeintlich ganzjährig geöffneten Campingplatz, der sich scheinbar in Luft aufgelöst hatte. Gut, dass wir uns bei Pausen immer wieder drinnen und draußen etwas ausgetobt hatten. Jetzt haben wir ein bisschen die Nase voll von Bergen, Schnee, geschlossenen Straßen und täglich Autoproblemchen (diesmal gehen die Rücklichter nicht mehr). Wir werden den BlueRichParkway und den SkylineDrive einfach in fünfzehn Monaten noch Anton holt Schwung, Charelston einmal besuchen und dann ist das Wetter sicher reisefreundlicher. Das ist aber keine Beschwerde, denn wir müssen von Glück reden, so wie uns die Sonne permanent verfolgt. Jetzt geht es auf in den Süden, an die Küste South Carolinas. Wir verlassen Virginia, durchqueren North Carolina, wo direkt kaum mehr Schnee liegt und nach kurzer Zeit schon erreichen wir South Carolina. Die Sonne folgt uns weiter und wir können einen Pullover nach dem anderen ausziehen. Ein Aufjubeln bei jedem Motorhome, was wir sehen, denn jetzt erhöhen sich die Chancen drastisch, dass wir einen guten Platz finden zwischen all den Reiseriesen. Wir genießen das Magnolia Plantation House   Charlston Reiseleben, das Selber-Kochen, singen lauthals Kinderlieder mit Pippi, Gerhard Schöne, Rolf Zuckowski und Frederik Vahle…  Unser  nächstes Ziel ist Charlston – ja, das kann man auch tanzen. Zunächst passieren wir drei große „Plantations“, von denen wir „Magnolia“ besuchen – ein großes Herrenhaus, eine große Park- und Gartenanlage und einige Hütten, alles am großen Ashley-River gelegen. Die Südstaaten sind ja bekannt für ihre riesigen ehemaligen Bewirtschaftungen von Baumwoll-, Reis- und Indigofeldern. North Carolina wurde auch lange „Rice-Coast“ genannt. Afrikanische Sklaven haben ihre Erfahrungen und vor allem ein paar Samen mitgebracht. Ja, hier begegnen wir einem dunklen Stück Geschichte, das auch in Charlston nur leise am Rande erwähnt wird. Amerikas schönste Mittelstadt lädt uns ein bei Sonnenschein durch seine beschauliche Altstadt zu spazieren und historische Stadt-(Prunk-)Villen zu Charlston Herrschaftshaeuser bestaunen. Die alten dicken Eichen, die immer wieder mit Spanish Moos behangen sind und die backsteinernen oder holzvertäfelten Häuser haben ihren ganz besonderen Zauber. Wir spazieren am Ufer des Atlantik und des Ashleyrivers entlang und genießen das frühlingshafte Sonntagsflair. Mittags laden wir uns ein zu „Bubba Gump Shrimp & Co“ und tauchen amüsiert ein in die Welt des Forrest Gump – mal wieder. Unsere Bedienung hieß allen Ernstes „Jennie“ :). Das gesamte Lokal ist dekoriert mit Filmdetails, die Cocktail-Karte ist ein Tischtennisschläger, wenn man die Bedienung braucht, muss man ein „go forrest“-Schild auf „stop forrest“ Bubba Gump Shrimps & Co ywenden usw. „Shrimpers Heaven“ war etwas weniger himmlisch, als erwartet, aber diese kleine Forrest-Nostalgie war es uns wert. Erst bei Dunkelheit erreichen wir den wunderschönen „Edisto Beach State Park“ auf Edisto Island. Wir übernachten bei Meeresrauschen, Palmen und sternklarem Himmel direkt hinter den Dünen. Anton zeigt mittlerweile schon auf den Strand, sagt „mea“ und genießt das Draußensein sichtlich. Schade, dass es ausgerechnet jetzt, wo wir etwas bleiben und verschnaufen wollen, regnet. Da nützen einem auch Palmen und Meeresblick nichts – also genießen wir den Vormittag und dann geht es weiter gen Süden, der Sonne entgegen…

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Verschnaufpause Blue Ridge Parkway Mama sagt immer das Leben ist wie.... endlich in der Natur und draussen Columbia South Carolina Anton begreift Schnee, Shenandoah Caverns



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