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Reisebericht Brasilien II

Alle Fotos aus Brasilien

Reisebericht Brasilien II 26.01. - 21.02. 2005

Porto Alegre, Albatroz, Tramandai, Canela, Gramado und Isla de Santa Catarina

Bany & Friederike in Torres Badewanne in Trinidad Camping auf Florianopolis Ausflug mit Familie Baumgratz, Torres

So, da sind wir mal wieder und haben weiterhin nicht wirklich  den Standort gewechselt. Alle lachen schon immer, weil wir später zu Hause erzählen, wir hätten nur Porto Alegre und Albatraz kennengelernt. Aber, da das nicht stimmt, wollen wir euch mal lieber auf dem Laufenden halten: Bany und der Fisch, Trinidad Wir sind wie verabredet zur “Planeta Atlantida”, einem der grössten Festivals des Landes gegangen und haben unsern Musik-Horizont ordentlich erweitert (inkl. unserem Musikvorrat). Leider gab es keine internationalen Stars aber auch wir haben unsere Favoriten unter den brasilianischen Bands gefunden: Pitty – eine Mischung aus Avril Lavine und Skin, Charly Brown jr. – Rage against the Machine mit Eminem vermischt und Papas de Lingua – etwas Reggae, etwas Ska und jede Menge Samba (inkl. unserem Musikvorrat). Gemeinsam mit Elisete, Rodrigo und Laci haben wir für einen Tag Torres erkundet. Mitten am Strand erheben sich dort meterhohe Felsen und das Meer hat an verschiedenen Stellen Höhlen gegraben leider waren die Aligatoren ausgeflogen und wir sind noch etwas ueber den Markt gebummelt. Unter der Woche begeben wir uns immer wieder in den Papierkrieg zur Ummeldung der Autopapiere. Da wird man von Amt zu Amt geschickt und die linke Hand weiss nicht, was die rechte macht. Schlussendlich kann man die Steuern eines Autos aus Manaus (da ist es ja noch gemeldet) im Süden hier nicht bezahlen. Also brauchten wir einen Vermittler Wasserfall, Canela im Amazonas. Als ob Amazonia nicht zum Land Brasilien gehören würde! Aber dieses Mal haben auch Einheimische das gleiche Problem – beruhigt nicht viel, aber ein bisschen. Alle Details ersparen wir Euch lieber, ist zu kompliziert und „riecht nach Kopfschmerz“, wie Plinio (unser Mechaniker) immer zu sagen pflegt. Mittlerweile liegen die Papiere bei der Zulassungsstelle und es fehlt mal wieder irgendwas. Elisete macht immer den Vermittler und gibt ihr Bestes, während wir genervt und satt von allem sind. Mann, mann, wer hätte gedacht, dass das so kompliziert ist. Unser Fazit ist aber, dass wir mit viel Glück an eine sehr nette Familie und damit mitten in die Bevölkerung geraten sind und somit Kultur und Leben hier viel intensiver kennenlernen. Mama sagt immer: ist der Schaden noch so gross, ist immer ein Vorteil dabei ! Damit wir nicht völlig durchdrehen, sind wir dem Papierkrieg und der stinkigen, dreckigen, heissen Stadt(aktuell 40°C) entflohen und haben die Gegend erkundet. Wir hatten zwei schöne Tage in Canela und Gramado, zwei Orte in den Bergen ca. 100km von Porto Alegre entfernt. Die meisten Leute fahren gern in den Wintertagen (Juli, August) hierher, wenn Schnee liegt, oder über die Weihnachtstage, wenn alles festlich beleuchtet ist. Hier gibts Fondue, Cozinha alemanha (dt. Küche), viel Schokolade und Häuser, wie im Schwarzwald. Man wird von unendlich vielen blühenden in den Wolken von Gramado Hortensien empfangen, die sogar die Landstrasse begrenzen. Wir erwandern bei Sonnenschein den grossen Wasserfall „Caracol“und schlafen (natürlich im Bus) an einem Aussichtspunkt der 180° breit die Region zeigt. Das Wetter hat sich das aber anders gedacht und so basteln wir eifrig am Vorzelt herum, während um uns herum alles nass und vernebelt ist – nix mit Aussicht. Auf dem Weg zurück fahren wir wie durch einen sumpfigen Nebelwald. In der letzten Woche haben wir uns aufgemacht nach Florianopolis, bzw. dessen anhängende ilha de Santa Catharina. Innerhalb von 4 Tagen konnten wir uns einen Überblick über die Insel verschaffen und haben länger im gemütlicheren und einsameren Süden verweilt. Dort kann man nicht wie sonst oft direkt (!) auf den Strand fahren, sondern wandert durch kleine „Dschungel“, in denen grosse Bananenpflanzen wachsen und bunteste Schmetterlinge herumfliegen, an die Küste. Auf dem Weg hierher sind wir durch Sanddünen gefahren, übers Wasser getragen worden und haben tüchtig die Geländetauglichkeit des kleinen Gelben getestet. Es gibt immer wieder bestes Essen (z.B. Meeresfrüchte in Gemüsereis) aus der Bordküche und wir finden – oder verhandeln – Schlafplätze mit Meeresrauschen und Sonnenuntergang - mit Einheimischen, gelegentlich wird aus solchen Bekanntschaften Bodyboarder auch noch ein netter Abend mit Cerveja und Caipirinha in allen möglichen Geschmacksrichtungen wie Abacaxi, Maracuja... Und endlich haben auch wir Delphine gesehen, die wenig entfernt munter im Wasser getobt haben. Mittlerweile sind die Käsebäuche verschwunden und Bany ist bald König im Bodyboard fahren. Fürs Sandboarden muss ich noch ein bisschen Mut sammeln aber auch das wird sicherlich bals in Angriff genommen. Bany träumt schon von einem richtigen Surfboard und wir haben auch schon eins besorgt, leider waren bisher die Wellen noch nicht optimal um das bisher gelernte auszuprobieren. Leider mussten wir schon bald wieder fahren und um die Insel ganz zu erkunden braucht man viel länger Zeit. Bei unserem Glück müssen wir noch länger Camping Florianopolis hier warten und können womöglich nochmal in die Richtung fahren. Immer wieder gratulieren uns die Leute zu unserem Abenteuer der Reise und auch zum „Bus-Haus“. Gewöhnlich ist der VW-Bus hier ein Transportfahrzeug, so dass wir auch schon für die Wäscherei gehalten wurden! Wir sind sicher, wir würden ordentlich alt aussehen, ohne Familie Baumgratz, die uns neuerdings schon als ihre Adoptiv-kinder vorstellen. Am Ende dürfen wir gar nicht wieder gehen... Mittlerweile kennen wir die halbe Verwandschaft – ein Grossteil verbringt die Ferien auch hier im Ort und musste dann gleich zu Rodrigos Geburtstag eingeladen werden - und fast alle sprechen oder verstehen etwas deutsch. Lustig nur, wenn sie kein hochdeutsch verstehen und portugiesische Vokabeln einfach eindeutschen. Arumieren kann z.B. alles heissen: aufräumen, zurechtmachen, organisieren... Wir hoffen also, dass wir bald endlich alle Papiere arumiert haben und weiter kommen auf unserer Reise richtung Norden Brasiliens bis nach Recife wo wir dann gemütlich zurück tuckern um Ende März Dani in Sao Pulo zu treffen...

bis ganz bald ciao, tudo de bom por voces.

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Farol, Leuchtturm Dünen von Farol Friederike am Strand Sonnenaufgang Trinidad



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