Nach einem langen Flug, mit elend langen Aufenthalten in Tax-free-zonen und vor allen Dingen einem nicht verstellbaren Sitz (bei 15h Flug!!!) haben wir unser erstes Ziel unserer Südamerika Abenteuerreise erreicht: Santiago de Chile. Es empfangen uns blauer Himmel, Sonne... und jede Menge Taxifahrer, die uns unbedingt in irgendein Hotel fahren wollen. Wir haben aber einen eigenen Plan und begeben uns zu Fuss und mit Bus in Pension San Patricio. Hier bleiben wir zwei Naechte. Wir nutzen die Zeit, um die Stadt so weit es geht zu erlaufen. Wahrscheinlich nehmen sie uns bald im Stamm der Plattfussindianer auf... Im ersten Moment erscheint die Stadt uebersichtich, aber schon bald merken wir sehr genau, dass wir in einer Grossstadt sind (5Mio EW). Immerwieder staunen wir, wie weit man zu Fuss kommt...und auf dem San Cristobal-Huegel sieht man dann erst richtig wie riesig sich Santiago in diesem Anden-Kessel ausdehnt. Mehrfach la
nden wir in der Fuzo, wo reger Strassenhandel herrscht, Musik droeh...aeh... toent und Menschenmassen sich tummeln. Auf dem Mercado Central gibt es alles, vom Broccoli bis zum Schuh ueber Hundetrockenfutter in allen Formen. Nur keine Batidos, die Bany ueberall erfragt und keiner kapiert, was wir wollen...logo, gibts ja hier auch nicht. Verrueckt sind die grellgelben Busse, die rasend schnell durch die Stadt heizen und die man an den Strassenrand winken muss, um einzusteigen. Nach 2 1/2 Tagen ist es aber irgendwie Zeit aus der Grossstadt herauszukommen. Wir machen uns auf nach Valparaiso, ans Meer. Unsere paradiesische Vorstellung wird erstmal deftig gedaempft - Zimmer dunkel, Gegend komisch, und was ist hier ueberhaupt Kulturerbe? Schon mal neues Zimmer suchen geht auch in die Hose... wenigstens bleibt das Konzert von "los doctores", wo wir auf einen Haufen Deutsche treffen, die wir fuer ein Jahr lang nicht zu sehen gedachten..aber lustig wars! Nach einem Marktfruehstueck suchen und finden wir diesmal ein neues Zuhause und dazu auch gleich den wahren Charme der Stadt: bunte Haeuser an den Haengen ringsherum, angemalte Haustueren, Strommaste und Bordsteine, Strassenkoeter, krass ansteigende Strassen, enge Gassen, auch sehr einfache Huetten, ueberall Blueten, alte Autos, 15 alte Aufzuege um die Haenge zu ueberwinden, Trolley-busse(Busse mit Oberleitung, aus der Schweiz importiert), der grosse Hafen, Pablo Nerudas Haus (denke dabei immer an Beatrice Rousso - fuer die, die il postino kennen... ;) ),
und nach anfaenglichem Nieselregen Sonne pur. Nach ersten, nicht unwesentlichen, Problemen, wird das mit den Computern auch so langsam (sitzen grad schon 2h!! :) ) Bany gruebelt nicht mehr nur ueber die naechste Mahlzeit, sondern auch ueber die Anzahl bisher gerauchter Zigaretten. Jawohl, er raucht, aber nur noch 10 am Tach ! Das ist ganz schon stressig fuer den armen Kerl, aber er ist ganz tapfer und steckt sich grosse Ziele... Wir ernaehren uns tagsueber oft von Empanadas und Italianos (eine Art Hot-Dog mit Tomate und Avocado drauf), abends suchen wir nach traditioneller Kueche, wie Chorillana (Patatas fritas mit Zwiebeln und Fleisch drauf) oder Fisch (den suchen wir noch :) ) Darm-Probleme haben wir bisher nicht - Bany nur kurz ( hatter aber zu Hause och manchmal ;) ). Mit dem Spanisch ist das so eine Sache - wir geben uns groesste Muehe, muessen auch oft sprechen bzw, verstehen - aber uns versteht man anscheinend nicht immer so gut. Hier spricht man auch kein "s" und nuschelt hin und wieder. Wenn wir das probieren wirds richtig komisch. So, bis naechste woche erstmal, compañeros und compañeras, schicken einen Sonnenstrahl rueber.
hasta la proxima
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