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Chile V

Alle Fotos aus Chile
Chile V 13.05.2005 - 17.05.2005
(San Pedro de Atacama, Valle de la luna, Calama)
 blick ins valle de laluna san pedro de atacama hafen talcahuanobusparkplatz san pedro de atacama kirche san pedro de atacamasonnenuntergang san pedro de atacama

Chile heisst uns willkommen auf ca. 4000m Hoehe und es wird langsam spaeter Nachmittag. Es ist schon in den letzten Sonnenstrahlen hier oben extrem kalt. Wir fahren in einen Naturpark ein, wo es laut Schildern Flamingos gibt. Die haben aber offensichtlich bei der Kaelte – hier auf der chilenischen Seite des Passes liegt Schnee – auch was besseres zu tun, als auf einem Bein im Eissee zu stehen. So fahren und fahren wir und hatten eigentlich vor, noch vor San Pedro de Atacama anzuhalten und zu uebernachten. Erst ziemlich spaet wissen wir, dass die valle de la luna san pedro de atacama 2Strasse erst 50km vorm Ort um 2000m absteigt. So muessen wir eisern weiterfahren und irgendwann wird es so eisern aehh... eisig, dass wir einfach in unsere Schlafsaecke steigen – der arme Bany natuerlich unten offen zum fahren. Ohne Heizung ist das echt kein Spass! Jetzt heisst es durchhalten, bis das Ortseingangsschild kommt. Die letzten 50km muessen wir fast noch aufpassen, dass die Bremsen nicht heiss werden, weil es so steil abwaerts geht. Lange schon sieht man die Lichter, aber es dauert doch eine Weile, bis man dichter dran ist. Am Zoll nehmen sie uns, wie schon erwartet, uneser bisschen Obst und Gemuese weg: zwei Aepfel, eine Grapefruit, ganz wenig Blumenkohl und eine Zwiebel. cabeza del indio pukarar quitorWir koennten allerdings auch alles noch schnell vor Ort essen :) ...man stelle sich vor, wie wir in Windeseile zwei Aepfel verdruecken. Die Reste muessen selbstverstaendlich abgegeben werden. Chile moechte sich vor eingefuehrten Schaedlingen schuetzen, weshalb nichts eingefuehrt werden darf. Aber wir und unser gelber sind problemlos eingereist. Jetzt muessen wir nur noch einen Platz zum Schlafen finden. Nach einiger Fahrerei – und das ist in San Pedro eigentlich gar nicht moeglich – findet sich ein Platz zum Schnaeppchenpreis mit warmen Duschen – was will man mehr. Jetzt suchen wir etwas zum Essen und auch das ist hier nicht schwierig. In den staubigen Strassen mit den weiss angemalten Lehmhaeusern ist ueberall Kerzenschein und man wird staendig zu Tisch gebeten. Irgendwo setzen wir uns dann in den Hof ans Feuer und bekommen ein 3-Gaenge-Menu serviert. “Das ham wer uns verdient!” Der erste Tag wird eher ruhig, am Auto alles wieder festschrauben, putzen, aufraeumen, Waesche abgeben, Internet-update...und heute wieder selber kochen. Am naechsten Tag wollen wir etwas aktiver werden und sind am Ende 5h zu Fuss unterwegs, um die Ruinen der “Pukara (Festung) Quitor” und deren Umgebung zu erkunden. Nach einer ordentlichen Runde Ausruhen machen wir uns 13km entfernte “Valle de la luna” (Mondtal), laut den ansaesigen chilenen das groesste der Welt. Zeitlich sind wir fast etwas zu spaet und muessen etwas hetzen, um den angepriesenen Sonnenuntergang auf dem Berg zu schaffen. Trotz etwas Eile ist es sehr beeindruckend auf dem Mond. Ein ehemaliger Salzsee wurde hier durch seismische Erschuetterungen zu den skurilsten Felsformationen verwandelt. Ueberall glitzern die Salzkrusten und die pukaraquitorgegenueberliegenden Berge werden ins Abendrot getaucht. Um den Sonnenuntergang zu sehen muss man eine riesige Duene entlang laufen – was verdammt anstrengend ist. Am Ende ist der Himmel nicht bewoelkt genug fuer ein Farbenschauspiel..aber uns hat die Landschaft ansich schon sehr beeindruckt. Die Strasse hierher ist mal wieder bestes Wellblech – und dieser Name ist weiss Gott nicht uebertrieben! Wer weiss, wie die Strassenverhaeltnisse dann in Bolivien aussehen?! Am naechsten Tag fragen wir bei einer Agentur, ob der Weg von hier aus ueber die verschiedenen Lagunen nach Bolivien mit unserm Auto machbar ist und verabreden uns mit einer Jeep-Tour (!!!) fuer den naechsten Morgen gleich am Zoll. Schon relativ spaet am Nachmittag fahren wir nochmal die 100km bis nach Calama, um noch einmal Grosseinkauf zu machen, unsere uebrigen argentinischen Pesos zu tauschen und beim Mechaniker nochmal den Zuendzeitpunkt richtig einstellen zu lassen – schliesslich wollen wir auf 5000m rauf! In Calama landen wir in einer Shoppingmall – was fuer uns sonnenuntergang san pedro de atacama2ein absoluter Kulturschock ist. Wir decken uns mit Lebensmitteln fuer die naechsten Tage ein, tanken (auch alle moeglichen Kanister) voll und kehren erst Mitternacht wieder in San Pedro ein. Die Abfahrt mit der Tour verspaetet sich wegen Tanken durch uns um mindestens 20min. Nach ca. 10min. Fahrt werden wir locker wieder ueberholt und tuckern gemuetlich im zweiten Gang hinterher. Noch einen letzten Rueckblick in die Oase von San Pedro mitten im Felsen- und Wuestenmeer. Auf fast 4500m geht die Pistenstrasse nach Bolivien vom Paso de Jama ab. Wir sind die 2000 Hoehenmeter erstaunlich schnell wieder hochgekommen und erreichen die Einreisestelle nach Bolivien bei eisigem Wind nur 20 Minuten nach den anderen. Hasta la proxima, Chile...

 valle de la luna san pedro de atacama vulkan lincananbur san pedro de atacama pukaraquitordrei marien valle del la luna

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