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Reisebericht Uruguay I

lle Fotos aus Uruguay

Risebericht Uruguay I 09.01. - 14.01. 2005

Fray Bentos, Atlantida, Montevideo, Punta del Diablo

am Morgen Punta del Diablo der Strand von Punta del Diablo Oldtimer unterwegs Alt und Mondern, dichnt nebeneinander in Montevideo

Eigentlich wollten wir nach Brasilien den kürzesten Weg durch Uruguay nehmen, erstmal alle Papiere erledigen und dann auf dem Rückweg in Ruhe die Augen für alles offenhalten. Irgendwie wird aber ziemlich deutlich, dass es in Uruguay zig Estancias mit drumherum nur weites Land, sonst nix, und die Küste gibt. Der schnellste Weg, dank Infrastruktur, ist an der Küste entlang. Wenn wir schon mal da sind, koennen wir uns auch gleich alles soweit ansehen...In unserer ersten uruguayanischen Nacht fahren wir im Dunkeln nach einigem Suchen auf den Campingplatz in Fray Bentos. Die Platzkontrolle am Morgen kommt genau in dem Moment, als wir gerade losfahren und somit war nach all dem Grenzstress die erste Nacht ein Geschenk an uns. Natürlich verfahren wir uns in der Pampa, kommen aber bald nach Tripolis, wo uns ein Autoschnickschnackhändler eine Karte schenkt und den Weg nach Atlantida an die Küste empfiehlt. Unterwegs kommen wir immerwieder an Baumreihen entlang, in denen tausende von grünen Papageien herumtoben. Ausserdem ist Uruguay übersät von uralten (oft Schrott-)Autos, die ma Müllsammeln in Montevideo nchmal sogar fürn Haufen Geld angeboten werden.Wiedermal kommen wir im Halbdunkel irgendwo an und suchen erstmal was anständiges zu Essen – typisch uruguayanisch „chivito“, Salat, Pommes, Fleisch, Spiegelei, Leberkäse, Käse... und das alles geschichtet auf dem Teller für zwei. Nach einiger Sucherei landen wir dann auch auf dem Campingplatz, wo wir einen lustigen Abend mit Jungs und Mädels aus Argentinien und Uruguay verbringen. Hier beschliessen wir, dass wir entgegen unserem Plan doch noch nach Montevideo reinfahren, damit wir spaeter einfach aussen herum fahren können.Montevideo ist eine wilde Mischung aus alt und neu, chic und heruntergekommen. Die Altstadt, in der wir wohnen hat enorm viel alte wunderschöne Häuser, die oft aber komplett verfallen. Der Bahnhof, z.B., sieht aus wie seit Jahren verwildert, ist aber Strasse in Montevdeo gerade mal seit 2 Monaten geschlossen. Zu Banys grossem Bedauern darf man den Hafen nur am Wochenende besichtigen – so lange bleiben wir sicher nicht. Montevideo wird auch beschrieben, als eine Stadt die aus vielen zusammengewachsen ist. Das merken wir dann besonders beim Herausfahren, an der Küstenstrasse entlang – ewig weit und mit einer riesen Skyline im Hintergrund. In unserm Reiseführer steht Punta del Este als der beliebteste und teuerste Küstenort Südamerikas. Eigentlich hatte ich gar keine Lust, mir das anzusehen – weil auch schon klar ist, wies sein wird – aber wir haben ein paar Tramper dabei und ein grosser Umweg ist es auch nicht, also rein ins Getümmel! Stellt Euch einfach so einen grossen Ort an der Côte d‘Azur vor, wo überall halbnackte Menschen rumspringen (egal welchen Alters!!!), alles voller Autos geparkt ist, riesige Wolkenkratzer und kostenpflichtige Strände. Ist das nicht traumhaft?! Wir fahren lieber gleich mal weiter in Richtung Cabo Polonio, was uns sehr empfohlen wurde. Wieder sammeln wir 2 Tramper auf, die auch in diese Richtung wollen. Der eine geht mit uns das Alphabet durch und wir versuchen zu jedem Buchstaben ein spanisches Wort zu finden. Ehrlich, wir sind richtig gut! Nach Cabo Polonio kommt man nur mit dem Jeep und 4x4Autos, weil das riesige Sanddünen sind. Nicht weit weg ist  Balisas, von wo aus man auch die Dünen am Strand sehen kann. Nur ist der Ort so übersät von Freaks, dass wir nach einem kurzenRundgang weiter nach Punta del Diablo fahren. Hier sind wir besser aufgehoben und parken gleich mal direkt am Meer, wo wir Bekanntschaft machen mit einem 10jährigen, der sich nicht vorstellen kann, dass man etwas anderes als portugiesisch oder spanisch sprechen kann. Noch dazu, wo wir doch ein brasilianisches Kennzeichen haben...Nach einem lecker Fisch, wie sich das im Fischerdorf gehört, sind wir die einzigen auf dem Parkplatz und schlafen bei Wellenrauschen ein. Am nächsten Morgen fährt uns beim Rückwärtsausparken, mit Hilfe eines Einheimischen, ein rasender Laster einfach eine Beule rein und Farbe ab. Schuld sind wir schon selber, nur so wie der gerast ist !!! Jetzt müssen wir nur noch heile über die Grenze kommen! Bis nach Chuy (halb Uruguay, halb Brasilien) ist es nicht mehr weit. Die Ausfahrt aus Uruguay ist völlig easy und nachdem die brasilianische Zoll-Frau sich mit unserem Schreiben versucht, dürfen wir durch. Geschafft!!!

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Zentrum von Montevideo Parilla in Montevideo Oldtimer in Uruguay Ausblick auf den Strand von Punta del Diablo



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