translate to...

English French Portuguese Spanish
A A A

bus-travel-diaries

USA VI 21.03 - 30.03.2010

(Avery Island, Houston, Port Aransas, Mustang Island, Raimondsville, Progreso)

Avery Island Jungle Gardens verwunschen Avery Island Krrabbelkäfer Weihnachtsdeko, is n t this nice Houston Standplatz Nr 1

Nach den Startschwierigkeiten beim ersten Mal, verlassen wir New Orleans recht zügig gen Südwesten. Wir haben uns für den südlichen Weg nach Lafayette entschieden, der durch das „Cajun“-Gebiet führt. Die Cajuns sind Nachkommen französischer Einwanderer, die sich aus New England vertrieben (dort „Akadians“) hier niedergelassen haben und diese Gegend mit Namen, Kultur und Rezepten stark beeinflusst haben. Unser erstes Ziel ist Avery Island, was ein bisschen ab von der Hauptstrecke liegt. Jetzt hole ein jeder mal seine Tabasco-Flasche und stelle fest: oh, tatsächlich, das ist der Produktionsort dieses Avery Island Tabasco Express teuflischen roten Saftes. Ein Engländer namens McIlhenny (ein Bänker) hat etwas herumexperimentiert und per Zufall und nach langem Warten diese weitbekannte Chilisauce erfunden und dann auch schnell patentiert. Der Name ist übrigens ein Zufallsprodukt. Er habe mit dem Finger auf der Landkarte Mexikos nach einem schönen Namen gesucht – Tabasco ist dabei herausgekommen. Die Insel ist immer noch im Besitz der Familie und schon vor hundert Jahren hat McIlhenny sich dafür eingesetzt, dass eine große parkähnliche Anlage von Salz- und Ölbohrungen weitgehend verschont bleibt. Hier finden sich unendlich viele Camelien unterschiedlicher Sorten und Farben, uralte Eichen, Bambusbüsche und diverse Tiere, wie z.B. Alligatoren, Schildkröten und dem damals vom Aussterben bedrohten Silberreiher. Mittlerweile kann man in der „Birdcity“, einer aus Bambus gefertigten Anlage, zur Brutzeit viele von ihnen Nester bauen und brüten sehen. Wir spazieren am frühen Abend durch den Park – für die Tabasco-Fabrik waren wir schon zu spät – und treffen auch so manche wohldrapierte Braut und deren Fotografen, denn das ist natürlich eine optimale Kulisse und dann noch bei dem Licht! Wir verbringen hier unsere erste „wilde“ Nacht, d.h. außerhalb irgendwelcher Campingplätze oder Walmarts und dürfen teilhaben an einem schönen Sonnenuntergang am See bei einem nach „Cajun“-Art angerichteten Shrimpsgericht (Andreas verteufelt ab jetzt fertige Gewürzmischungen!). Die Fabrikbesichtigung am nächsten Tag ist doch knapper gehalten, Avery Island Silberreiher als wir gehofft hatten und wir sind am überlegen, ob wir jemanden darauf hinweisen, dass die noch eingezeichnete Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland auf der Tabasco-Weltkarte so gar nicht mehr existiert.  Anschließend lassen wir uns noch erstaunen vom Geschmack von Tabasco-Eis und wie viele Tabasco-Artikel man im Country-Store so kaufen könnte. Auf der Weiterreise hat Andreas doch noch einmal der Ehrgeiz gepackt und mit etwas Glück und freundlich herumtelefonierenden Verkäufern, lässt sich doch noch ein neuer 12V-Konverter auftreiben. Unsere Fahrt führt vorbei an Lafayette nach Lake Charles, wo man uns wegen Überfüllung im Statepark in einen kleinen Park schickt, der sich als großer Fang entpuppt. Hier stehen wir bald „familiär“ an einem kleinen See, Anton hat einen großen Spielplatz vor der Nase und das Steak liegt schon fast auf dem Grill – zuvor muss natürlich der Konverter eingebaut werden :). Die darauffolgende Fahrt führt uns durch das Spinnennetz von Houstons Highways ins ruhige, grüne Houston-Hides, wo uns Judith und Sören erwarten und wir sogar Sörens Geburtstag mitfeiern können. Anton scheint genauso glücklich wie wir, mal wieder in einem richtigen Haus, mit Bad, Küche und gemütlichem Wohnzimmer zu sein, erkrabbelt sich alles in Windeseile und hat sich auch hier schnell in die Herzen geschlichen. Leider wurde Sören ein extrem kalter Tag geschenkt, so dass der Grill kurzerhand auf die Veranda gebracht und die Feier von der Terrasse in die Küche verlegt wird. Norwegischer Aquavit hält dann Judith & Anton die Gäste warm, abgesehen von der Heizung, die wohl die Stromrechnung enorm in die Höhe treiben wird - durch die Wände dieses schönen blauen Holzhauses, entwischt die Wärme so schnell wieder.  Wir verbringen hier drei entspannte Tage. Dabei wird viel erzählt, Anton spielt auf seinem ersten amerikanischen Holzspielplatz (Judith hat endlich einen Anlass dort Spielen zu gehen :)), wir essen immer wieder gut und wir sehen uns die „Menhil-Collection“ und die okumenische „Rothko-Chapel“ an. So sind wir sogar noch mit Kunst beschenkt worden und auch Anton hat das ein oder andere interessante Objekt gefunden. Schnell ist sie vergangen die schöne gemeinsame Zeit! Auf der schönen Veranda genießen wir die letzten gemeinsamen Sonnenstrahlen, Anton und ich erfreuen uns an der Badewanne und Andreas kocht ein kleines Abschiedsessen. Vielen Dank Judith und Sören und wie schön, dass wir Euch hier in „eurer Welt“ besuchen konnten!
Wir entscheiden uns nach etwas hin und her für den direkten Weg nach Süden und lassen damit San Antonio und Austin leider links, d.h. rechts, liegen. Vielleicht führt uns der Zufall ja noch ein anderes Mal dort hin. Unsere erste Übernachtung führt uns wieder ans Meer, nach Port Lavaca, wo wir uns dann doch für die Walmart-Übernachtung entscheiden. Jetzt sind es noch gute zwei Tage bis zur mexikanischen Grenze. Eigentlich, denn in Port Aransas/ Mustang Island der Nordspitze des Padre Island Seashore haben wir einen so schönen und entspannten Ort gefunden, dass wir gleich Mustang Island Ausblicke vier Nächte hier verbracht haben. Wir genießen Strand und Meeresnähe, Ruhe, Zeit zum Bauen, Reparieren und Tüfteln, viel Spielzeit, Mittagschlaf ohne Motorengeräusch, Skypen mit Familie und Freunden…und lernen das fröhliche Pärchen Claus und Marie Paetow kennen. Andreas kommt nicht umhin, sich mit der Elektrik zu befassen, denn wir haben uns nach viel hin und her doch zum Kauf eines Transformators entschieden, der nicht nur die hier üblichen 110V in 220V umwandelt, sondern auch noch möglichst stabilisieren soll. Erst mal wird vor allem viel geflucht, weil Werte gemessen werden, die nicht sein sollen. Mal sehen, wann uns der nächste Elektriker über den Weg läuft, der das Ganze ein bisschen durchsichtiger für uns macht. Erst mal schließen wir das gar nicht an, dann gibt’s auch keine Probleme :). Irgendwann müssen wir auch mal weiter und so führt uns der Highway durch menschenleere Gebiete in Texas‘ Süden, vorbei an blühenden Wiesen, Palmen und Kakteen. Wir haben uns für die letzte Übernachtung Raymondsville ausgesucht, was ungefähr eine Stunde Fahrt von der Grenze entfernt liegt. Dort landen wir unverhofft in einer Dauercamperburg, deren Durchschnittsalter gut über der sechzig liegt. Alles versammelt sich gerade zum Bridge-Abend und kommt im Golfcart oder langsam zu Fuß vorbei. Wir sind mal wieder die Exoten, werden aber sehr freundlich aufgenommen, essen im Avery Island oih was ich gefunden habe Sonnenuntergang und genießen die Ruhe vor dem Sturm. Sturm deshalb, weil wir auf der Fahrt durch das Land immer wieder vor einer Reise nach Mexiko gewarnt wurden, in den größeren Grenzstädten Mord und Todschlag herrsche und wir so langsam doch auch etwas unsicher sind. Das geht soweit, dass Andreas festlegt, wo im Notfall der sicherste Platz im Auto ist, wir beizeiten aufbrechen und vor allem noch soweit wie möglich aus dem Grenzgebiet herausfahren wollen. Im Grenzgebiet jagen sich die Drogenkartelle mit der Polizei und in letzter Zeit waren die Nachrichten zunehmend beunruhigender, weil es Schießereien und viel Unruhe gab. Wir gehen früh schlafen, um am nächsten Tag beim früheren Aufstehen fit zu sein. Alles ist soweit gut vorbereitet, wir haben uns einen kleinen Grenzort ausgesucht und nur eine Haftpflicht-Versicherung fehlt uns noch für Mexiko. Nach dem alltäglichen Frühstück geht’s also los und wir sind nach der erwarteten Stunde ganz problemlos da. D.h., da stehen wir auf einmal am Schalter der Mautstelle, um über die internationale Brücke des Rio Bravo zu fahren, dann geht die Schranke hoch und ruck zuck sind wir in Mexiko. Hoppla, jetzt sind wir doch direkt am US-Grenzposten vorbeigefahren, bzw. haben ihn in der Eile einfach übersehen. Na sowas! Wir parken das Auto erstmal auf dem Parkplatz der mexikanischen Seite und laufen zurück. Man schaut uns etwas verwirrt an, wie wir so auf der falschen Seite laufen, dürfen dann aber nach kurzer Erklärung selbstverständlich die Straße an der Mautstelle überqueren. Nach kurzem Anstehen sind wir unsere Touristenkarten los und damit aus der USA ausgetragen, vom Auto will man hier bei der Ausfahrt nichts weiter sehen Mustang Island Port Aransas Strandcamping oder wissen. Nun zurück auf die mexikanische Seite. Der Grenzbeamte, der sich nur durch Anton ab und an aus seiner Ernsthaftigkeit löst, beäugt eine Weile unsere Pässe und befindet zunächst, dass wir hier an dieser Stelle nicht einreisen könnten und an anderen Posten dann eine Art Visum bekämen. Wir sind vorerst perplex und mit etwas Fassung bedeuten wir dem offensichtlich unwissenden Beamten, dass man als Deutsche auf keinen Fall ein Visum benötigt. Außerdem seien wir ja bereits auf US-amerikanischer Seite ausgecheckt und könnten da nicht einfach wieder zurück. Gemütlich nimmt er dann den Telefonhörer und scheint beim Vorgesetzten anzurufen, der ihm mitteilt, dass wir ganz regulär 180Tage auf der Touristenkarte erhalten sollten. Gut, dass wir so überzeugend waren und unsere Unsicherheit verbergen konnten! Der Prozess ist aber erst damit abgeschlossen, dass wir nebenan am Schalter die Visakarte vorlegen und die entsprechenden Gebühren bezahlen. Dann gibt es einen Stempel und erst dann können wir uns um die Einfuhrgenehmigung für das Auto kümmern. Diese hatten wir im Internet schon etwas vorbereiten können, allerdings wirkte die Bearbeitung nicht wirklich schneller. Im Kopier- und Versicherungsbüro nebenan, schließen wir noch die Versicherung ab. Eine komplette Absicherung gibt es für unseren Jahrgang nicht, aber immerhin die Haftpflicht haben wir. Die verhindert, dass man im Schadensfall (Unfall) solange von der Polizei in Verwahrung genommen wird, bis die Lage geklärt ist. Beim Versuch auf der US-Seite Mustang Island Skypen mit Oma an den Geldautomaten zu gelangen, werden wir gestoppt mit der Erklärung, wir müssten dann erneut durch Grenzkontrolle. Nein, Danke! Also zum vierten Mal über die Brücke, schnell ein Bild von der grässlichen Grenzmauer am Fluss entlang und dann gibt es auf mexikanischer Seite noch einen Automaten der uns beides, Dollar und Pesos gibt. Jetzt nur noch bezahlen und dann endlich los. Natürlich wollen der Zoll und auch die Militärs einen Blick in dieses außergewöhnliche Mobil werfen. Der ist aber reine Routine, die Männer sind allesamt sehr freundlich und unserer Weiterreise steht nun nichts mehr im Weg. Viva mexico, wir kommen! Was für eine andere Welt uns da einfach nur auf der anderen Seite der Brücke erwartet: laute, enge, volle Straßen, fliegende Händler, jeder bietet uns seinen besten Parkplatz, staubige Straßen, Musik, alles ist so lebendig…

© www.bus-travel-diaries.de

Mustang Island Alltag Houston Sonne nach Menhil Collection Mustang Island Festmahl Avery Island Bird City

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

FVAVANTGRD0708 1.5
Home -> Reisebericht USA VI
© 2012 bus-travel-diaries
Dies ist ein kostenloses Joomla Template von funky-visions.de

gefahrene Km

Newsletter

ich möchte über updates informiert werden...










Rastlos

Reisen, Urlaub, Ferien Bewertung wird geladen...

Impressionen

Suche

Wer ist online

Wir haben 11 Gäste online

unsere Ortszeit

Berlin

Seitenaufrufe

134276
Heute124
Gestern181
diese Woche124
diesen Monat2991
Gesamt134276

Partner